1. Fußballclub Pirna e.V.

A-Junioren : Spielbericht Kreisoberliga, 13.ST

1. FC Pirna   Strupp./Reinh./Scha.
1. FC Pirna 4 : 4 Strupp./Reinh./Scha.
(3 : 2)
A-Junioren   ::   Kreisoberliga   ::   13.ST   ::   08.03.2020 (10:30 Uhr)

Spielstatistik

Tore

2x Lucas Meister, Nils Coenen, Dominik Meyer

Assists

2x Moritz Schattel, Felix Roth

Torfolge

1:0 (9.min) - Dominik Meyer (Felix Roth)
1:1 (11.min) - Strupp./Reinh./Scha.
2:1 (16.min) - Lucas Meister (Moritz Schattel)
3:1 (22.min) - Lucas Meister (Moritz Schattel)
3:2 (35.min) - Strupp./Reinh./Scha.
3:3 (51.min) - Strupp./Reinh./Scha.
3:4 (75.min) - Strupp./Reinh./Scha. per Elfmeter
4:4 (86.min) - Nils Coenen per Elfmeter

Verkorkster Rückrundenstart

Ja, aus meiner Sicht ist dieser Start nach der Winterpause verkorkst gelaufen. Hier war eindeutig mehr drin.

Bei herrlichem Sonnenschein begrüßten wir die Jungs der SpG Struppen/Reinhardtsdorf/Bad Schandau bei uns auf dem Platz. Mit Till und Marian fehlten uns zwar zwei Leistungsträger, aber ihre Ersatzmänner Felix und Andi im Tor waren nicht nur Lückenfüller, sondern machten beide ein starkes Spiel. Dieses begann für uns vorerst ganz nach Wunsch. Bereits in der 9.Minute konnte Dome eine schöne Flanke von Felix hinter die Abwehrkette zum 1:0 für uns verarbeiten. Doch mit ihrem ersten Angriff glichen die Gäste aus. Deren ersten Schuss parierte Andi noch reflexartig, aber der Nachschuss aus Abseitsposition war drin und zählte. Unsere Jungs ließen sich davon aber nicht beeindrucken und machten weiter ihr überlegtes Spiel nach vorn. Dabei kreierten sie mannigfaltige Torchancen. Zweimal war Lucas erfolgreich und schraubte das Ergebnis auf 3:1. In dieser ersten halben Stunde dominierten wir den Gegner nach Belieben, versagten dann aber mehrfach kläglich vor dem Tor. Fünf Tore hätten wir locker in Front sein müssen. So aber kassierten wir, alle Mannschaftsteile waren aufgerückt, eine schnellen Konter und Struppen erzielte den Anschlusstreffer. Damit ging es in die Pause.

Nach dem Wiederanpfiff verpasste es unsere FC-Mannschaft, gleich den Druck auf die gegnerische Hälfte wieder aufzunehmen. So tingelten wir im Mittelfeld, ließen auch den Gegner ins Spiel und machten diesen mutig. Dann, kurz nach der Mittellinie, ein Freistoß für Struppen, ein langer Schuss längs durch alle Spielerbeine, bissl Windunterstützung, den Torwart auf dem falschen Bein erwischt und glücklich das äußere Eck getroffen – Ausgleich. Nun waren unsere Spieler total konfus und nichts lief mehr zusammen. Jetzt kochten auch die Emotionen, die ein solches Derby eh schon hat, immer mehr hoch. Die gegnerischen Spieler und der total überforderte Schiedsrichter taten ihr Übriges dazu. Fast keine seiner Entscheidungen war nachvollziehbar. Tiefpunkt war die Elfmeterentscheidung in der 75.Minute gegen uns, als der gegnerische Stürmer sich an seine Theatergruppe aus der Schule erinnerte, absprang und vor dem 16er liegen blieb. So verblieb uns nur noch eine Viertelstunde, um die bereits sicher geglaubten Punkte nicht doch mit nach Struppen geben zu müssen. Mit allen Mannschaftsteilen bestürmten wir nun den gegnerischen Strafraum. Jetzt waren unsere Jungs im richtigen Kampfmodus und gaben keinen Ball verloren. Doch zu oft rannten wir uns an den mit allen Mitteln kämpfenden Abwehrreihen fest. Zunehmend wurden diese Mittel immer robuster und so kam der Schiedsrichter vier Minuten vor dem regulären Spielende nicht umhin, auch uns einen Strafstoß zuzusprechen. Nils verwandelte sicher. Trotz unserer Bemühungen bis zum Abpfiff blieb es dann bei dieser Punkteteilung.

Dieses Spiel haben wir eindeutig in der ersten Halbzeit verschenkt. Mit dem möglichen hohen Vorsprung wäre die Moral des Gegners am Boden gewesen. Und wieder zeigte sich, dass ein Spiel (Achtung, Phrasenschwein!) zwei Halbzeiten hat und erst nach 90 Minuten vorbei ist.

Noch ein Wort zum Schiedsrichteransetzer: Bei der verständlichen angespannten Personalsituation ist es mir dennoch unbegreiflich, dass ein junger Kerl sein allererstes Spiel ausgerechnet bei einem A-Junioren-Spiel bestreiten muss und er ganz alleine ins kalte Wasser geworfen wird. Der wusste nicht mal seine DFB-Net-Kennung und hatte auch keinen Quittungsblock mit. Hilfe! Trotzdem Hochachtung vor seinem Mut und Engagement.


Fotos vom Spiel


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