1. Fußballclub Pirna e.V.

2.Männer : Spielbericht Kreisliga A, 14.ST (2018/2019)

SG Ullersdorf   1. FC Pirna II
SG Ullersdorf 6 : 1 1. FC Pirna II
(3 : 1)
2.Männer   ::   Kreisliga A   ::   14.ST   ::   09.03.2019 (15:00 Uhr)

Spielstatistik

Tore

Daniel Matouschek

Assists

Stefan Heidel

Gelbe Karten

Jan Künzelmann, Sebastian Müller, Stefan Heidel

Rote Karten

Sven Effenberger (34.Minute)

Zuschauer

30

Torfolge

1:0 (1.min) - SG Ullersdorf per Kopfball
2:0 (20.min) - SG Ullersdorf per Kopfball
3:0 (31.min) - SG Ullersdorf
4:0 (53.min) - SG Ullersdorf
4:1 (65.min) - Daniel Matouschek per Kopfball (Stefan Heidel)
5:1 (66.min) - SG Ullersdorf
6:1 (81.min) - SG Ullersdorf

Ein Tag zum Vergessen ...

Nach dem Sieg in der Vorwoche im Nachholer gegen Höckendorf fuhren die Mannen um Kapitän Heidel mit breiter Brust nach Radeberg, wo sie von der SG Ullersdorf auf dem dortigen Kunstrasenplatz empfangen worden. Im Vorfeld dachten natürlich viele Pirnaer, dass der Platz ein gewisser Vorteil für sie sein könnte, doch im Nachhinein betrachtet war auch das (wie vieles andere an diesem Tag) ein Trugschluss.

Doch der Reihe nach, die Gäste traten fast mit der gleichen Startelf an wie in der Vorwoche, lediglich Zenker ersetzte Schiebe. Trainer Ludwig appellierte an seine Jungs, dass sie diesmal von Beginn an wach auf dem Platz sein sollten und aus einer sicheren Abwehr heraus die Sturmreihe mit flachen Bällen füttern sollten, so dass Matouschek die Möglichkeit hat die Bälle festzumachen und auf die nachrückenden Mitspieler aufzulegen. Alle Theorie und Ansprache waren leider schon nach 45 Sekunden(!) zunichte gemacht, ein völlig unmotivierter und ungenauer Rückpass von Greif auf Effenberger landete im Toraus, die darauffolgende Ecke nutzten die Gäste mit ihren ersten Ballkontakten überhaupt zur 1:0 Führung. Sichtlich geschockt fanden die Gäste auch in der Folgezeit überhaupt nicht ins Spiel, bei fast jedem Zweikampf war ein Ullersdorfer schneller am Ball und die Klärungsversuche aus der Pirnaer Abwehrreihe landeten ebenfalls fast immer beim Gegner.

In der 20. Minute erhöhten die Gastgeber auf 2:0, eine Flanke von rechts in den Pirnaer Strafraum wurde (durch den Gegenwind begünstigt) stark abgebremst, wodurch Abwehrspieler Müller den sicher geglaubten Ball dann doch nicht erreichte und der Ullersdorfer Stürmer frei vor Effenberger keine Mühe hatte einzuschieben. Nur eine viertel Stunde später die wohl spielentscheidende Situation, ein Freistoß für die Gastgeber wird flach in die Gasse gesteckt, Greif steht schlecht zu seinem Gegenspieler, der startet in den freien Raum alleine mit Ball am Fuß auf den Pirnaer Schlussmann zu, Effenberger trifft beim Herauslaufen erst Gegner, dann Ball, beide bleiben verletzt liegen, doch der Ball rollt weiter, prallt an den langen Pfosten und den Abpraller muss ein Ullersdorfer nur noch ins leere Tor schieben – 3:0 (35.Min).

Zu allem Übel war diese Szene aber noch nicht vorbei, denn der Pirnaer Torhüter war mit der Entscheidung auf Tor gar nicht einverstanden (wie auch alle anderen Pirnaer übrigens), doch Effenberger ließ sich zu einer verbalen und (angedeuteten) handgreiflichen Auseinandersetzung mit dem Schiedsrichter hinreißen … und sah dafür zurecht die rote Karte! So ging es für die Gäste für die restlichen knapp 60 Minuten in Unterzahl weiter. Bis zur Pause beruhigten sich die Gemüter wieder, Offensivaktionen der Gäste waren bis dahin weiter Mangelware.

In der Kabine sprach Trainer Ludwig in ruhigen Worten auf die Mannschaft ein, dass sie nun in der zweiten Halbzeit wenigstens mit Anstand und Moral das Spiel zu Ende führen sollten, wenn schon fußballerisch an diesem Tag nichts ging. Um es vorweg zu nehmen, trotz weiterer 3 Gegentore (53‘/66‘/81‘) wurde zumindest DAS von der Mannschaft umgesetzt. Doch mehr als der Ehrentreffer durch Matouschek in der 65. Minute sprang offensiv auch nicht mehr heraus. Da passte es auch zum gebrauchten Tag, dass der einzige Torschütze der Pirnaer auch noch in der 85. Minute einen Elfmeter verschoss.

Am Ende geht der Sieg für die Ullersdorfer natürlich in Ordnung, wenn auch vielleicht ein/zwei Tore zu hoch. Die Gäste schlugen sich (wieder einmal) selbst, durch fehlende taktische Grundordnung, durch Disziplinlosigkeit und durch mangelnden Einsatzwillen … alles Tugenden, die grundlegend für einen Erfolg sind, egal in welcher Liga man spielt.

Nächsten Samstag (16.03./12.15 Uhr) kommt mit der 2. Mannschaft des Hainsberger SV eine weitere spielstarke Mannschaft, gegen die es zunächst auch nur über den Kampf gehen kann, bei einer weiteren Niederlage ist man bei der derzeitigen engen Tabellensituation ganz schnell wieder „unterm Strich“.


Quelle: Th. Ludwig

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